Die richtige Bewegung für einen Hund mit Gelenkproblemen zu finden, kann sich wie ein Drahtseilakt anfühlen – zu wenig Bewegung führt zu Steifheit und Gewichtszunahme, während zu viel Schmerzen und weitere Schäden verursachen kann. Die gute Nachricht: Gelenkschonende Übungen halten die Muskeln stark, unterstützen ein gesundes Gewicht und fördern die Beweglichkeit, ohne die ohnehin belasteten Gelenke zusätzlich zu strapazieren. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Hund aktiv, beschwerdefrei und glücklich halten.
Warum Bewegung bei steifen Gelenken so wichtig ist
Es mag zunächst widersprüchlich klingen, aber reiner Ruhe allein hilft Hunden mit Gelenkproblemen nicht. Gelenke sind auf regelmäßige, sanfte Bewegung angewiesen, damit die Gelenkflüssigkeit – der natürliche Schmierstoff, der Reibung zwischen den Knochen reduziert – zirkulieren kann.
Wenn ein Hund inaktiv wird, schwächen die Muskeln rund um die betroffenen Gelenke rasch ab. Schwache Muskeln bedeuten weniger Halt, mehr Instabilität und ein höheres Verletzungsrisiko. Kontrollierte Bewegung durchbricht diesen Kreislauf.
Auch das Gewichtsmanagement spielt eine entscheidende Rolle. Jedes zusätzliche Kilogramm belastet Hüfte, Knie und Ellbogen. Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung hilft dabei, Kalorien zu verbrennen, ohne die stoßartigen Belastungen durch intensives Spielen.
Die besten gelenkschonenden Übungen im Überblick
Nicht jede Aktivität eignet sich für jeden Hund, aber die folgenden Optionen gelten allgemein als gelenkfreundlich:
- Leinenspaziergang auf ebenem Untergrund. Kurze, ruhige Spaziergänge auf gleichmäßigem Terrain bilden die Grundlage jedes gelenkschonenden Bewegungsprogramms. Mehrere kurze Einheiten sind besser als ein langer Ausflug.
- Schwimmen oder Wassergymnastik (Hydrotherapie). Das Wasser stützt das Körpergewicht und bietet gleichzeitig Widerstand – damit gehört es zu den besten Übungen für Hunde mit Gelenkproblemen. Wenn Ihr Hund das Wasser mag, können beaufsichtigte Schwimmeinheiten Kraft aufbauen, ohne die Gelenke zu belasten.
- Kontrolliertes Hinsetzen und Aufstehen. Wenn Ihr Hund sich langsam hinsetzt und wieder aufsteht, werden die Hinterhandmuskeln aktiviert – ganz ohne Springen oder Drehen. Beginnen Sie mit wenigen Wiederholungen und steigern Sie diese schrittweise.
- Sanftes Tauziehen. Ein ruhiges, weiches Tauziehen regt Ihren Hund an, die Rumpfmuskulatur anzuspannen. Halten Sie die Intensität niedrig und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen.
- Gleichgewichtsübungen. Wenn Ihr Hund auf einem leicht instabilen Untergrund steht (z. B. einem Kissen oder einem Wackelbrett), werden die stabilisierenden Muskeln rund um die Gelenke aktiviert. Beaufsichtigen Sie diese Übungen stets aufmerksam.
Schneller Tipp: Bewegen Sie sich wann immer möglich auf weichem Untergrund – Rasen, Sand oder Gummimatte. Harte Oberflächen wie Beton übertragen bei jedem Schritt mehr Stoßkraft auf die Gelenke.
Signale, dass Ihr Hund eine Pause braucht
Hunde sind stoisch. Viele beißen die Zähne zusammen, um mit ihrem Menschen Schritt zu halten. Achten Sie deshalb auf subtile Anzeichen:
- Hinken oder Entlasten eines Beines während oder nach dem Training
- Widerwillen beim Losgehen oder plötzliches Stehenbleiben mitten im Spaziergang
- Steifheit, die nach dem Ausruhen länger als 30 Minuten anhält
- Lecken oder Kauen an einem bestimmten Gelenk
- Zurückbleiben, obwohl der Hund normalerweise direkt neben Ihnen läuft
Wenn Sie eines dieser Zeichen beobachten, verkürzen Sie die Einheit und reduzieren Sie die Intensität. Eine gute Faustregel: Ihr Hund sollte sich nach einem sanften Training besser bewegen – nicht schlechter. Wenn die Steifheit nach dem Sport regelmäßig zunimmt, ist das Belastungsniveau zu hoch.
Gelenkgesundheit über Bewegung hinaus unterstützen
Bewegung ist nur ein Teil des Gesamtbilds. Ergänzen Sie sie mit den richtigen Unterstützungsprodukten, um Ihrem Hund die besten Chancen auf langfristige Gelenkgesundheit zu geben.
Gelenkpräparate mit Glucosamin, Chondroitin und Omega-3-Fettsäuren sind beliebte Ergänzungen, die viele Tierhalter parallel zu einem sorgfältig abgestimmten Bewegungsprogramm einsetzen. Stöbern Sie in unserem vollständigen Sortiment an Gesundheitsprodukten für Hunde, um die passende Option für Ihren Hund zu finden.
Auch orthopädische Schlafunterlagen machen einen spürbaren Unterschied. Eine stützende Hundeliege polstert die Gelenke in der Ruhephase ab und hilft Ihrem Hund, sich zwischen den Trainingseinheiten optimal zu erholen.
Eine schlanke Körperkondition zu erhalten, ist wohl das Wirkungsvollste, was Sie tun können. Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann die Bewegungsfreude Ihres Hundes sichtbar verbessern.
Eine nachhaltige Trainingsroutine aufbauen
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität. Beginnen Sie mit zwei bis drei kurzen Einheiten pro Tag – selbst fünf bis zehn Minuten reichen – und beobachten Sie, wie Ihr Hund in den folgenden 24 Stunden reagiert.
Wärmen Sie vor jeder Einheit mit einem ruhigen, zweiminütigen Spaziergang auf. Kalte Muskeln und Sehnen sind anfälliger für Zerrungen, besonders bei Hunden, die ohnehin unter Gelenksteifheit leiden.
Steigern Sie die Dauer schrittweise um nicht mehr als 10 % pro Woche. Diese langsame Progression gibt dem Bindegewebe Zeit, sich anzupassen, ohne Entzündungen auszulösen.
Führen Sie ein einfaches Trainingsprotokoll, in dem Sie Art der Übung, Dauer sowie Energie und Wohlbefinden Ihres Hundes danach notieren. Muster werden schnell sichtbar und helfen Ihnen, die Routine gezielt anzupassen. Neben regelmäßiger Bewegung sorgt auch die konsequente Vorsorge für das allgemeine Wohlbefinden Ihres Hundes – einschließlich vorbeugender Gesundheitsprodukte – dafür, dass Gelenkprobleme nicht durch andere Erkrankungen verschlimmert werden, die Energie und Mobilität zusätzlich einschränken.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange sollte ich einen Hund mit Gelenkproblemen bewegen?
Beginnen Sie mit Einheiten von fünf bis fünfzehn Minuten, zwei- bis dreimal täglich. Beobachten Sie Ihren Hund auf Hinken oder anhaltende Steifheit danach und passen Sie das Programm entsprechend an. Mehrere kurze Einheiten sind fast immer besser als eine einzige lange.
Reicht Spazierengehen als gelenkschonende Bewegung für Hunde?
Leinenführige Spaziergänge auf ebenem, weichem Untergrund sind eine ausgezeichnete Grundlage. Das Einbeziehen von Abwechslung – wie Schwimmen oder sanfte Gleichgewichtsübungen – beansprucht jedoch verschiedene Muskelgruppen und bietet eine umfassendere Gelenkunterstützung. Wechseln Sie die Aktivitäten, um Ihren Hund motiviert und rundum fit zu halten.
Können auch Welpen gelenkschonende Bewegung benötigen?
Ja. Welpen großer und sehr großer Rassen sind anfällig für Gelenkerkrankungen in der Entwicklungsphase. Übermäßiges, intensives Spielen während des Wachstums kann dauerhafte Schäden verursachen. Kontrollierte Spaziergänge und beaufsichtigtes Spielen auf weichem Untergrund schützen die sich entwickelnden Gelenke und ermöglichen gleichzeitig gesunde Aktivität.
Einen Hund mit Gelenkproblemen aktiv zu halten, muss nicht kompliziert sein – es erfordert lediglich einen durchdachten Ansatz und die Bereitschaft, sich anzupassen. Wenn Mobilitätsprobleme anhalten oder sich verschlimmern, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, um zugrunde liegende Erkrankungen auszuschließen. In der Zwischenzeit entdecken Sie unser vollständiges Sortiment an Wellnessprodukten für Hunde, um das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners rundum zu unterstützen.
