Lähmungszecken gehören zu den gefährlichsten Parasiten, denen dein Hund oder deine Katze begegnen kann. Eine einzige Zecke kann ein starkes Nervengift injizieren, das zu fortschreitender Muskelschwäche führt – und ohne schnelles Handeln kann dies tödlich enden. Zu verstehen, wo Lähmungszecken gedeihen und wie du zuverlässigen Zeckenschutz für deine Hunde (und Katzen) sicherstellst, ist die beste Investition, die du in die Sicherheit deines Haustieres tätigen kannst.
Was sind Lähmungszecken?
Lähmungszecken (Ixodes holocyclus) sind kleine, achtbeinige Parasiten, die sich an einem Wirt festbeißen und über mehrere Tage Blut saugen. Im Gegensatz zu vielen anderen Zeckenarten scheidet die Lähmungszecke beim Saugen ein Nervengift über ihren Speichel aus.
Dieses Gift stört die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln. Mit zunehmender Konzentration des Gifts kann das Wirtstier eine fortschreitende Schwäche in den Hinterbeinen entwickeln, die sich nach vorne ausbreitet und schließlich die Atmung beeinträchtigt. Sowohl Hunde als auch Katzen sind anfällig, obwohl Hunde häufiger klinische Symptome zeigen.
Da sich das Gift allmählich anreichert, treten die ersten Anzeichen möglicherweise erst 3–5 Tage nach dem Anheften auf. Diese verzögerte Wirkung macht Vorbeugung deutlich wirkungsvoller als das alleinige Vertrauen auf frühe Erkennung.
Wo leben Lähmungszecken?
Lähmungszecken bevorzugen warme, feuchte Umgebungen mit dichter Vegetation. Sie kommen häufig in küstennahem Buschland, an Regenwaldrändern und in buschigen Gebieten vor, wo einheimische Wildtiere – insbesondere Bandicoots und Opossums – als natürliche Wirte fungieren.
Die Hochsaison der Zecken fällt typischerweise in die wärmeren, feuchteren Monate, doch in manchen Regionen sind Zecken das ganze Jahr über aktiv. Selbst ein kurzer Spaziergang durch hohes Gras oder bewachsene Buschpfade kann dein Haustier gefährden.
Auch städtische Gebiete sind nicht sicher. Wildtierkorridore, verwilderte Gärten und Parkanlagen, die an Buschland grenzen, können alle Lähmungszecken beherbergen. Wenn du in der Nähe solcher Umgebungen lebst – oder sie an Wochenenden besuchst – braucht dein Haustier ganzjährigen Schutz.
Anzeichen einer Zeckenlähmung bei Hunden und Katzen
Frühe Warnsignale sind subtil und leicht zu übersehen. Achte auf:
- Verändertes Bellen oder Miauen – die Stimme klingt möglicherweise schwächer oder heiser.
- Schwankende Hinterbeine – dein Haustier stolpert, schwankt oder hat Schwierigkeiten beim Springen.
- Appetitlosigkeit oder Würgen – Schluckbeschwerden sind häufig, wenn die Halsmuskulatur nachlässt.
- Schwere oder angestrengte Atmung – ein Zeichen dafür, dass das Gift die Atemmuskulatur beeinträchtigt.
- Geweitete Pupillen – besonders auffällig bei Katzen.
Wenn du eines dieser Symptome bemerkst, suche sofort einen tierärztlichen Notfalldienst auf. Zeit ist entscheidend – je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen.
Schneller Tipp: Fahre jeden Abend langsam mit den Fingerspitzen über den gesamten Körper deines Haustieres. Lähmungszecken fühlen sich wie eine kleine, feste Erhebung an – etwa so groß wie ein Stecknadelkopf, wenn sie frisch angeheftet sind, und bis zu traubengroß, wenn sie vollgesogen sind. Achte besonders auf Gesicht, Ohren, Hals und die Bereiche zwischen den Zehen.
Wie du dein Haustier vor Lähmungszecken schützt
Vorbeugung ist der wichtigste Baustein des Zeckenschutzes für Hunde und Katzen. Moderne Schutzmittel sind darauf ausgelegt, Zecken schnell abzutöten – oft bevor genug Gift freigesetzt wird, um Schaden anzurichten.
Langwirksame Kautabletten und topische Behandlungen sind beliebte Optionen. Produkte wie Bravecto bieten Langzeitschutz, was bedeutet: weniger Dosen zum Merken und weniger Lücken im Schutz. Achte auf Produkte, die Lähmungszecken ausdrücklich auf dem Etikett aufführen, denn nicht jedes Floh- und Zeckenmittel deckt diese Art ab.
Stöbere in unserem vollständigen Sortiment an Floh-, Zecken- und Wurmmitteln für Hunde, um das Richtige für die Größe und den Lebensstil deines Haustieres zu finden. Ob du Kautabletten, Spot-ons oder Halsbänder bevorzugst – Konsequenz ist entscheidend. Überspringe während der Zeckensaison niemals eine Dosis.
Einige zusätzliche Maßnahmen reduzieren das Risiko weiter:
- Halte Gras und Sträucher rund ums Haus gestutzt, um den Lebensraum von Zecken zu minimieren.
- Meide dichtes Buschland während der Hochsaison, wenn möglich.
- Behandle alle Haustiere im Haushalt – eine ungeschützte Katze, die draußen herumstreift, kann Zecken ins Haus bringen.
Tägliche Zeckenkontrolle: Eine Gewohnheit, die Leben rettet
Selbst das beste Schutzmittel kann keinen 100%igen Schutz garantieren. Deshalb sollte eine tägliche Zeckensuche mit den Händen zur Routine werden – besonders nach Ausflügen ins Freie.
Gehe systematisch vor: Beginne an der Nase und arbeite dich nach hinten vor, dabei sorgfältig durchs Fell tastend. Konzentriere dich auf Bereiche, wo sich Hautfalten befinden und das Fell dünner ist – rund um die Lippen, Augenlider, Ohren, Achseln, den Leistenbereich und zwischen den einzelnen Zehen.
Wenn du eine angeheftete Zecke findest, verwende eine spitze Pinzette oder ein Zeckenentfernungswerkzeug. Fasse die Zecke so nah wie möglich an der Haut, und ziehe sie dann mit gleichmäßigem, ruhigem Druck gerade heraus. Vermeide es, den Körper der Zecke zu drehen oder zu quetschen, da dies dazu führen kann, dass mehr Gift abgegeben wird. Bewahre die Zecke in einem verschlossenen Behälter auf, damit sie identifiziert werden kann, falls dein Haustier Symptome entwickelt.
Eine Zeckenkontrolle dauert weniger als zwei Minuten und lässt sich perfekt in deine abendliche Kuschelroutine integrieren. Mach es zur Gewohnheit und du fügst deinem gewählten Schutzmittel eine wirksame zweite Verteidigungsschicht hinzu.
Häufig gestellte Fragen
Können Zimmertiere Lähmungszecken bekommen?
Ja. Zecken können sich an Kleidung, anderen Haustieren oder Wildtieren, die durch deinen Garten streifen, einschleichen. Auch Wohnungskatzen, die sich kurzzeitig draußen aufhalten – oder in der Nähe von offenen Fenstern mit Blick auf Buschland leben – sind gefährdet. Ganzjährige Vorbeugung ist der sicherste Ansatz für jedes Haustier im Haushalt.
Wie schnell wirken Zeckenschutzmittel?
Die meisten modernen Kautabletten und topischen Behandlungen beginnen innerhalb weniger Stunden nach der Anwendung, Zecken abzutöten. Es kann jedoch bis zu 24–48 Stunden dauern, bis nach der ersten Dosis die volle Wirksamkeit erreicht ist. Beginne mit der Behandlung, bevor die Zeckensaison ihren Höhepunkt erreicht – und halte die Dosierungsintervalle ein –, um sicherzustellen, dass dein Haustier lückenlos geschützt bleibt.
Sollte ich das ganze Jahr über Zeckenschutz anwenden?
In Regionen, in denen Lähmungszecken endemisch sind, wird ein ganzjähriger Schutz dringend empfohlen. Wärmere Winter als üblich und Mikroklimata können Zecken außerhalb der traditionellen Saison aktiv halten. Ein konsequenter, ununterbrochener Schutz beseitigt jegliches Rätselraten und hält dein Haustier unabhängig von Wettermustern sicher.
Überlass die Sicherheit deines Haustieres nicht dem Zufall. Entdecke unsere gesamte Auswahl an Zecken- und Parasitenschutzmitteln und halte deinen Hund oder deine Katze das ganze Jahr über geschützt. Wenn du dir nicht sicher bist, welches Produkt am besten zu deinem Haustier passt, lass dich schnell von deinem Tierarzt persönlich beraten.
